Werk
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„… die Natur ist stark und geheimnisvoll. Es liegt in unserem Interesse mit ihr in guten Beziehungen zu leben. Mit ihr pflege ich dauernden Umgang. Und so gering auch mein Werk sein mag, der Natur entrücke ich mich niemals, um nicht ins Leere darauflos zu phantasieren und Gefahr zu laufen, auf der Flucht vor der Natur im Nichts zu enden.

Die Malerei verlangt, in welcher Form man auch immer sich äußert, dass man die letzten, strengsten und positivsten Bildordnungen niemals aus dem Auge verliert. Gerade diese aber drohen dem vor der Natur Malenden am ehesten verlorenzugehen. Das Ringen nach Wahrscheinlichkeit, Treue und Ausdruck vergisst oft Regel und Vorschrift einzuhalten, jenes „System“, von dem Cézanne spricht. Denn die Kunst liegt nicht im Inhalt, sondern im Zusammenwirken von Farbe, Ton und Kontrast. Dieses Problem scheint sich dem rein abstrakt Malenden vereinfachter darzustellen, und die Zeitnotwendigkeit dieser Malerei, der bereits die gesamte Welt verfallen ist, mag vielleicht damit zu begründen sein. Wohin diese Bewegung führen wird, weiß ich nicht zu sagen, noch weniger sie in ihrem vollen geistigen Wert zu begreifen…“

(Hans Purrmann, in: Die Pfälzer Kunst, 1954)

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